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07.03.2010 Freie Wähler fordern: OB Roters muss Schauspielhaus-Abriss stoppen |
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Zum zweitenmal innerhalb von 14 Tagen sammelten die Freien Wähler vor einem FC-Spiel am Stadion Unterschriften für das Bürgerbegehren gegen den Abriss des Schauspielhauses. Dr. Martin Müser, langjähriges Ratsmitglieder der Freien Wähler, erklärte: „ Wir wollen dafür sorgen, dass fest doppelt so viele Unterschriften wie nötig für den Erhalt des Schauspielhauses zusammenkommen.“ 
Freie Wähler und FC-Fans unterstützen Bürgerbegehren Die Bürgerinitiative für den Erhalt des Schauspielhauses hatte dem Oberbürgermeister bereits fast 30.000 Unterschriften übergeben – erforderlich sind lediglich 23.000. Bis zum 15. März läuft noch die Frist für die Abgabe weiterer Unterschriften. Die Freien Wähler freuen sich über das Engagement der Bürger für den Erhalt des Theatergebäudes. „Vor dem Spiel gegen Bayern haben wir fast 500 Unterschriften gesammelt, über 100 mehr als vor dem Spiel gegen Stuttgart“, sagte Andreas Henseler, Vorsitzender der Freien Wähler Köln.
„Jetzt muss der Rat handeln und nicht schon wieder mit den üblichen Tricksereien bezüglich des Termins für den Bürgerentscheid reagieren“, erklärte Dr. Werner Peters, Freier Wähler und Mitinitiator des Bürgerbegehrens. Stadtdirektor Guido Kahlen hatte zuvor erklärt, eine Zusammenlegung des Bürgerentscheids mit der Landtagswahl am 9. Mai sei nicht möglich, weil das Bürgerbegehren erst ausgezählt werden müsse und die Informationsbroschüren für den Bürgerentscheid europaweit ausgeschrieben werden müssten. Außerdem koste der Bürgerentscheid 1,2 Mio. Euro.
Henseler erklärte dazu: „Der Oberbürgermeister muss das absurde Theater beenden und eine Verwaltungsvorlage für den Erhalt des Schauspielhauses einbringen. Stimmt der Rat dem zu, ist der Bürgerentscheid überflüssig. Angesichts einer Haushaltslücke von über 500 Mio. Euro ist jede weitere Diskussion über eine neues Opernquartier für über 300 Mio. Euro ohnehin Makulatur. Die Stadt macht sich lächerlich, wenn sie trotz ihrer Haushaltssituation und den unabsehbaren finanziellen Folgen des U-Bahn-Desasters nach dem erfolgreichen Bürgerbegehren immer noch stur an den Plänen zur Errichtung eines 36 Meter hohen Betonklotzes mit Emaille-Fassade neben dem Opernhaus festhält. Ein Bürgerentscheid unter diesen Umständen sollte dann auch gleich einen Abwahlantrag des Stadtrates einschließen“.
gez. Andreas Henseler
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