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Presseerklärung 26.08.2009 Freie Wähler aktiv für Verbleib der Fachhochschule in Deutz/ Kalk – Unterschriftenaktion und Podiumsdiskussion
Dr. Martin Müser, OB-Kandidat und Ratsmitglied der Freien Wähler – Kölner Bürger Bündnis (FW-KBB), beteiligte sich ebenso an der Unterschriftensammlung für den Verbleib der FH in Deutz/Kalk auf der Kalker Hauptstraße wie die Bezirksvertreter Klaus Hoffmann aus der Innenstadt und Elke Stucken aus Bayenthal, Walter Cazin, Spitzenkandidat für die BV Kalk, und Anita Cromme als Spitzenkandidatin für Mülheim. Vorsitzender Andreas Henseler erklärte zum geschlossenen Auftreten seiner Wählergemein-schaft: „Die Freien Wähler sind die einzige politische Formation, die geschlossen und auf beiden Rheinseiten für einen Verbleib der FH in Deutz/Kalk mobil macht.“ 
Die Spitzenkandidaten der Freien Wähler nach Unterschriftensammlung für den Verbleib der FH. In der Podiumsdiskussion im Cafe Schlechtrimen stellten Prof. Dieter Prinz, Mitglied der Leitbildgruppe der Stadt Köln, und Engelbert Schlechtrimen, Vorstandssprecher der Standortgemeinschaft Kalk e.V., dar, warum ein Umzug der FH nach Bayenthal das Rechtsrheinische Köln benachteiligt – und dass ein Neubau und Modernisierung am jetzigen Standort sehr wohl möglich sind. Professor Prinz erklärte: „Das Schlimme an den ganzen Verlagerungsplänen ist, dass sie sowohl ohne einen politischen Diskurs in der Kölner Öffentlichkeit, aber auch ohne Einbeziehung der Hochschulgremien betrieben werden. Heimlich werden Fakten wie Grundstücksankäufe geschaffen und dann zufällig bekannt. Es kann ja sein, dass eine sorgfältige Abwägung aller Faktoren für oder gegen einen Umzug schließlich für die Verlagerung sprechen. Der Skandal besteht in der Verhinderung eines solchen öffentlichen Abwägungsprozesses. So wird Demokratie außer Kraft gesetzt!“
Schlechtrimen kam auf die Nachteile eines Umzugs für den Stadtbezirk Kalk zu sprechen: „In den Stadtteilen um die Hochschule, etwa in Humboldt/Gremberg, gibt es für Studenten noch preiswerten Wohnraum. Das Viertel profitiert von der studentischen Szene, die ein kulturelle Aufwertung bedeutet“. Diesen Gedanken griff Prof. Prinz auf: „Man muss den Hochschulstandort zu einem Campus mit Anbindung an die Stadtteile weiterentwickeln. Städtische Grundstücksreserven bei der benachbarten Feuerwehr und AWB lassen großzügige Neubauten zu, die eine Öffnung zur Umgebung erlauben. Die jetzige Abkapselung von Deutz und Kalk muss überwunden werden. Hierfür gibt es konkrete Vorschläge einschließlich eine S-Bahn-Haltepunkts auf dem Eisenbahnring.“ Mehrere Teilnehmer aus dem Bereich der Fachhochschule berichteten vom wachsenden Informations-bedürfnis der Lehrenden und Studierenden. Es gibt Befürchtungen, dass bei einem eventuellen Umzug bestimmte Labore, wie das Hochspannungslabor, wegen des großen Platzbedarfs aufgegeben werden sollen.
Zum Schluss der Veranstaltung verlas Schlechtrimen ein Anschreiben des Vorsitzenden des wissenschaftlichen Personalrats der FH, Siegfried Königsfeld, der sich als Privatperson gegen die gezielte negative Darstellung der Raumsituation an der FH wandte. Obwohl ein Sanierungsbedarf nicht in Abrede gestellt werden könne, sei „ein Großteil der Räumlichkeiten sauber, hell und frisch renoviert“.
Henseler machte deutlich, dass die Freien Wähler auch nach der Wahl mithelfen werden, Widerstand gegen die unsinnigen Umzugspläne zu aktivieren.
gez. Andreas Henseler
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