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Presseerklärung 21.08.2009 Freie Wähler mit Initiativen und Anwohnern gegen ebenerdige Straßenbahnquerung der Rheinuferstraße Im trotz Sommerhitze voll besetzten Vortragsraum des Bürgerzentrums Stollwerck stellten die Freien Wähler die Beschlusslage des Rates zur geplanten ebenerdigen Straßenbahnquerung der Rheinuferstraße vor und warben um Unterstützung für eine Tunnellösung. 
Freie Wähler Veranstaltung im Stollwerck „Ein solcher Schildbürgerstreich ist auch nur in Köln möglich“, erklärte Andreas Henseler, Vorsitzender der Freien Wähler – Kölner Bürger Bündnis (FW-KBB) zu Beginn der Veranstaltung. „Wir bauen eine U-Bahn für mehr als 1.300 Millionen und lassen die dann faktisch an einem beschrankten Bahnübergang enden“.
OB-Kandidat und Ratsmitglied Dr. Martin Müser erläuterte anhand eines großen Plans die vom Rat beschlossene und im Bau befindliche ebenerdige Straßenbahnquerung. Lange Staus auf der Rheinuferstraße sollen durch deren sechsspurigen Ausbau vermieden werden. „Mit diesem Ausbau ist der Verlust von mehr als 150 Bäumen verbunden, die als Naturdenkmal unter Schutz stehen, sagte Müser. Elke Stucken, Bezirksvertreterin der Freien Wähler in der BV Rodenkirchen, ergänzte: „Die beste Lösung hätte darin bestanden, den U-Bahn-Tunnel unter der Rheinuferstraße hindurch zu führen und die Bahn erst zwischen Uferstraße und Rheinufer über eine Rampe an die Oberfläche kommen zu lassen. Diese Lösung wurde aus Zeitgründen in der Vergangenheit immer abgelehnt.“ Klaus Hoffmann, Bezirksvertreter Innenstadt der Freien Wähler, erklärte dazu: „Durch das tragische Unglück des Archiveinsturzes ist eine Fertigstellung der U-Bahn gar nicht absehbar. Diese Zeit sollte man für eine neue Planung nutzen und kein Verkehrshindernis weiterbauen.“
Harald von der Stein, Sprecher des Netzwerkes „Bürger für Bäume“, stellte als weitere Variante die sogenannte Troglösung vor: „Es bleibt bei der ebenerdigen Straßenbahnquerung, dafür wird aber die Rheinuferstraße in einen Trog tiefergelegt und unter der Straßenbahn durch geführt. Diese Lösung ist von den Tunnellösungen die kostengünstigste und führt dazu, dass bei kurzen Rampen nur vergleichsweise wenige Bäume verpflanzt bzw. gefällt werden müssen“. Die Verwaltung plane allerdings mit langen Rampen und einer sogenannten Grünbrücke über dem Straßentrog, der dann schon wieder mehr ein Tunnel mit teuren technischen Vorkehrungen für Brandschutz und Entlüftung wird. Müser stellte in diesem Zusammenhang fest, dass die SPD gemeinsam mit CDU und FDP in der letzten Ratssitzung einen Prüfauftrag an die Verwaltung gestellt hat, um einen Kostenvergleich zu ermöglichen. „Ein durchsichtiges Manöver“, sagte Müser, „nach der Wahl wird dann festgestellt, alles zu teuer – wir bleiben bei der ebenerdigen Querung“. Dies befürchten auch Vertreter der Initiative „Kein Kahlschlag“, deren Sprecherin Ellen Winter erklärte: „Wir werden auf jeden Fall als Anwohner gegen einen sechsspurigen Ausbau klagen. Dann wird man an einer irgendwie gearteten Tunnellösung nicht vorbeikommen“. Abschließend erklärte Henseler, auch an den Vertreter der BISA, Pui Schmidt von Schwindt gewandt,: „Wichtig ist, dass wir alle gemeinsam gegen unsinnige Planungsvarianten Front machen und eine zukunftsfähige Lösung durchsetzen. Ohne Transparenz und Bürgerbeteiligung kommen wir nicht weiter.“
gez. Andreas Henseler
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