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07.07.09 Kostenexplosion beim Projekt „Opernquartier“ Drucken E-Mail

 

Presseerklärung                                                                       07.07.09

 

Kostenexplosion beim Projekt „Opernquartier“ -
Freie Wähler fordern: Verantwortliche für das erneute Planungsdesaster zur Rechenschaft ziehen

 

Schon im Vorfeld der heutigen Stadtvorstandssitzung ist bekannt geworden, dass die Baukosten für das geplante Projekt „Opernquartier“ von 230 Millionen Euro auf völlig indiskutable 400 Millionen Euro ansteigen werden.
Weil bereits die 230 Mio. € nicht zu finanzieren sind, haben die Freien Wähler in der letzten Ratssitzung einen Antrag auf Planungseinstellung und Neuausschreibung der Sanierung des Riphahn-Baus bei einem Kostendeckel von 100 Mio. € gestellt. Wie üblich ist der Parteienklüngel arrogant darüber hinweg gegangen.

„Jetzt sind die üblichen Verdächtigen wieder völlig überrascht von der eingetretenen Entwicklung, die jeder absehen konnte. Wie gewohnt werden sie nun nach Schuldigen suchen und um Landes- und Bundeszuschüsse lamentieren. Sie drücken sich wahrscheinlich jedoch wie beim jüdischen Museum um die einzig vertretbare Konsequenz – sofortigen Planungstopp“, erklärt Dr. Martin Müser, Ratsmitglied und OB-Kandidat der Freien Wähler.

Deren Vorsitzender, Andreas Henseler, ergänzt: „Köln ist Spitzenreiter in der Städte-Bundesliga der sinnlos verpulverten Planungsmittel. Die Verwaltung plant nach dem Prinzip der sozialistischen Tonnen-Ideologie: Je größer, desto besser.“

„Mit den vergeudeten Planungsgeldern für Opernquartier und Jüdisches Museum hätte man glatt fünf komplette zweizügige Grundschulen ausbauen und modernisieren können“, sagt Klaus Hoffmann, Bezirksvertreter der Freien Wähler in der Innenstadt.

„Dies kann nicht immer so weitergehen“, erklärt Henseler. „Auch die Ratmehrheit ist für die völlig überzogenen Raumprogramme und weltfremden Finanzierungspläne verantwortlich. Sie verdient bei der Kommunalwahl die Quittung.“

gez. Andreas Henseler