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03.07.2009 Freie Wähler fordern sofortigen Planungsstopp für „Jüdisches Museum“ Drucken E-Mail


Presseerklärung                                                                 03.07.2009

 

Freie Wähler fordern sofortigen Planungsstopp für „Jüdisches Museum“


Nach der zurückgenommenen Finanzierungszusage für das Jüdische Museum fordern die Freien Wähler – Kölner Bürger Bündnis einen sofortigen Planungsstopp und die Einstellung aller Maßnahmen für und im Zusammenhang mit dem Projekt „Haus und Museum der Jüdischen Kultur“ auf dem Rathausplatz.

Vorsitzender Andreas Henseler erklärte dazu: „Der Oberbürgermeister muss sofort alle Aktivitäten zum Museumsprojekt per Dringlichkeitsbeschluss einstellen lassen. Dass der Verein die von ihm zugesagte Übernahme eines Anteils der Planungskosten an die Bedingung der Realisierung des Wettbewerbsergebnisses knüpft, ist eine glatte Unverschämtheit“.

Dr. Martin Müser, Oberbürgermeister-Kandidat des KBB, ergänzte: „Der Förderverein führt den Rat an der Nase herum. Wenn er schon vor der letzten Ratssitzung mitgeteilt hätte, dass er seine Zusagen nicht einhalten kann, hätte unser Antrag, den Rathausplatz wieder herzustellen, vielleicht eine Mehrheit gefunden. Jetzt müssen sofort Konsequenzen gezogen werden. Die Stadt muss prüfen, in wie weit sie den Verein für verlorene Planungskosten in Regress nehmen kann“.

Das Kölner Bürger Bündnis hatte in seinem Ratsantrag die Wiederherstellung der Platzfläche in der Form gefordert, dass

      „... ihre Topografie eine möglichst große Aufenthaltsqualität für die Bürger und Bürgerinnen gewährleistet.“

Darüber hinaus soll

      „... die Oberfläche des Rathausplatzes so gestaltet werden, dass den Besuchern durch technische Realisierungen, wie z.B. durch Sonnenlicht polarisierende Glasböden ein Einblick in die Archäologische Zone ermöglicht wird.“

Die Planungen für die Archäologische Zone müssen ohne weitere Verzögerungen an eine derartige Platzgestaltung angepasst werden. Henseler dazu: „Wenn die Planungen für die Archäologische Zone von vornherein eine derartige Variante einbezogen hätten, wie die Freien Wähler bei der Wettbewerbs-Ausschreibung beantragt haben, gäbe es jetzt nicht dieses erneute Desaster.“
 

gez. Andreas Henseler